USA mit dem Wohnmobil

  • USA Tipps - mit dem Wohnmobil
    Hier noch ein paar Tipps, wenn Ihr die USA mit dem Wohnmobil erkunden wollt.
  • 1. Anmelden am Campground

    Angekommen am Campground? Dann geht es erstmal zur Registrierung. Wenn das Büro geöffnet ist, dann ist es eigentlich einfach und schnell erledigt. Hallo sagen, nach einer freien "Site" fragen und dann bezahlen. Meist geht das mit Kreditkarte, einige kleinere Campgrounds sehen aber lieber Bargeld, daher sollte man immer eine passende Menge Dollars in der Tasche haben. Auswählen kann man meist zwischen Back-In oder Pull-Thru - also Rückwärts einparken oder einen Stellplatz zum durchfahren. Weiter kann man zwischen den einzelnen Ausstattungen des Stellplatzes wählen (Strom/Gas/Wasser/Abwasser/Kabel-TV), sofern der Campground das bietet. Ihr bekommt dann den Stellplatz genannt und erklärt wie ihr den findet. Auf größeren Plätzen kann es auch sein, dass Euch ein "Lotse" in einem kleinen Caddy Euch zu Eurem Platz begleitet. Sollte das Büro nicht mehr besetzt sein, so kann man sich meist selber registrieren. Irgendwo steht dazu ein Info-Board, meist in der Nähe des Office. Dort findet Ihr dann einen Briefumschlag (oder müsst selber einen dabei haben -> Einkaufsliste), wo ihr dann den passenden Geldbetrag rein steckt, außen kommt dann Euer Name, das Kennzeichen des RVs und die Nummer des Stellplatzes drauf - zusammen mit An- und Abreisdatum. Bei einem Campground konnten wir auch unsere Kreditkartennummer auf den Umschlag schreiben, damit entfiel natürlich das Geld rein stecken. Ihr nehmt Euch also so einen Umschlag und sucht Euch auf dem Campground einen freien Platz. Entweder hängt an der Selbstregistrierung ein Zettel mit freuen Stellplätzen (dann sucht einen aus und streicht die Nummer durch - gesehen auf KOA-Campgrounds) oder ihr fahrt einfach über den Platz und sucht. Besetzte Stellplätze sind entweder mit einem Schild gekennzeichnet oder der Wasserschlauch liegt da rum. Wenn Ihr einen schönen, freien Platz gefunden habt, dann könnt Ihr die Nummer einfach auf den Umschlag schreiben und bei der Registrierung in den Briefkasten werfen.
  • 2. Angekommen am Stellplatz - Leveln

    Stellt Euer RV möglichst gerade ab. Eine kleine Wasserwage kann dabei helfen, man merkt es aber auch wenn man im Mobil ein wenig schräg steht. Wobei, kleinere Gefälle merkt man auch erst Nachts, wenn bei irgendwann Kopfschmerzen haben. Morgens um zwei sollte man das RV aber nicht mehr rum rangieren, das würde zu keiner guten Nachbarschaft mit den anderen Campern führen. Einfach das Kopfkissen auf die andere Seite vom Bett legen und weiter schlafen, das geht auch. Solltet Ihr so genannte "Leveler" bei Eurem RV haben, so könnt Ihr diese unter die Reifen platzieren damit das RV gerade steht. Unsere Mobil hatte das nicht, aber mit zwei, dreimal hin und her fahren haben wir das auf den Campgrounds immer geschafft das RV halbwegs gerade zu haben. Nun, bis auf eine Nacht, aber da haben wir ja dann die Kissen...
  • 3. Angekommen am Stellplatz - Strom/Wasser/Abwasser anschliessen

    Angeschlossen wird der Strom an der passenden Steckdose (es gibt 3 verschiedene (20A, 30A, 50A)) - achtet dabei auf die Sicherung, dass diese nach dem Anschliessen auch eingeschaltet wird. Der Wasserschlauch wird nun mit dem RV und dem Wasseranschluß verbunden. Dreht aber das Ventil am Anschluß vorsichtig auf, meistens reicht schon eine viertel Umdrehung um genug Druck zu haben da viele Campgrounds einen sehr starken Druck auf den Leitungen haben. Dieses Wasser ist übrigens nicht als Trinkwasser zu gebrauchen. Zum Kaffee kochen und sonstigen Dingen benutzt bitte Trinkwasser aus Flaschen. Bei einem Full-HookUp-Platz habt Ihr auch einen Anschluß für Abwasser. Diesen müsst Ihr aber nicht unbedingt jeden Tag anschliessen. Bei uns, mit zwei Personen im RV, reichte es meist jeden zweiten oder dritten Tag. Und wir haben beide im RV geduscht und natürlich die Toilette benutzt. Wichtig: Handschuhe anziehen - es geht immer mal ein Tröpfchen daneben und bedenkt, mit was ihr hier hantiert. Schliesst den Schlauch nun am RV an und steckt das andere Ende mindestens 30 cm in den Abfluß am Campground. Evtl. findet Ihr auch einen Stein, mit dem Ihr den Schlauch noch am Abfluß beschweren könnt. Beim Ablassen muss erst das schwarze Wasser entleert werden, das ist der Schieben an der dickeren Leitung am RV, damit wird der Toilettentank entleert. Ich habe danach meistens noch eine Minute lang die Klospülung laufen lassen um die Leitung und den Tank zu spülen. Keine Ahnung ob das sein muss, mir gab das ein gutes Gefühl. Danach wird dann der graue Tank mit dem Abwasser von Dusche/Spüle entleert. Wenn die Tanks dann leer sind und beide Schieber wieder geschlossen sind, kann der Abwasser-Schlauch wieder abgemacht werden. Nochmal der Hinweis: Zieht dabei Handschuhe an. Normalerweise sollte der Abwasserschlauch immer mit Gefälle zum Ablauf verlegt werden. Bei den einheimischen Campern sehr ihr dafür oft so ein Gestell unter dem Schlauch, der das möglich macht. Bei den Leih-RVs ist so ein Gestell seltenst dabei. Löst also erst die Verbindung am RV und haltet nun den Schlauch hoch, damit der Rest in den Abfluss laufen kann. Erst wenn der Schlauch leer ist zieht das Ende aus dem Ablauf heraus und verstaut den Schlauch wieder in dem vorgesehenen Fach am RV. Ein Hinweis noch: Ekelig ist das ganze nicht. Selbst das Abwasser aus dem WC-Tank riecht kaum und sieht, dank der eingesetzten Chemie in dem Tank, nicht mehr nach dem aus was es eigentlich ist. Es ist eher eine bläulich, blasse Flüssigkeit. Also, keine Bange vor Würgereizen oder so, aber nochmal - niemals ohne Handschuhe!
  • 4. Abreise vom Campground

    Vor der Abreise schliesst Ihr alle angeschlossenen Leitungen wieder vom Wohnmobi ab und verstaut diese an den vorgesehenen Plätzen im RV. Achtet weiter darauf, das Ihr im RV alles gut verstaut habt. Nichts ist ärgerlicher als nach der ersten gefahren Kurve das RV putzen zu müssen, weil noch eine Wasserflasche rum stand. Bei den meisten Campgrounds braucht Ihr Euch nicht abzumelden. Wenn das doch erforderlich ist, so steht an der Ausfahrt ein Schild.
  • 5. Tanken mit den Wohnmobil (Wasser/Gas/Benzin)

    Benzin tanken funktioniert mit dem RV genau so wie mit einem normalen PKW. Nur öfters... viel öfters... aber zur Belohnung dann auch viel mehr Benzin. Stellt Euch schon mal auf einem Verbrauch von rund 30 Litern auf 100 Kilometern ein. Es ist also nicht ungewöhnlich jeden Tag eine freundliche Tankstelle anzufahren. Beachtet dabei, dass der Stromgenerator oft nur funktioniert, wenn der Benzintank des RV mindestens halb voll ist. Propagas tanken müsst Ihr auch. Das Gas wird beim Kochen, beim Betrieb des Kühlschranks unterwegs, bei Benutzung der Standheizung und beim erwämen von Wasser benötigt. Also, da bleibt es nicht aus, dass der Tank irgendwann leer ist. Den Zustand des Tanks könnt Ihr Euch über das Controll-Panel des RVs anzeigen lassen bzw. an einer Druckanzeige am Tank selber (Achtung: 80% ist voll!). Propangas bekommt Ihr an vielen Tankstellen und auf den größeren Campgrounds. Selber betanken dürft Ihr das nicht, das wird von einem Tankwart oder von einem Mitarbeiter des Campgrounds durchgeführt. Ebenso auf den Campgrounds könnt Ihr Euren Wassertank für unterwegs füllen. Wenn Ihr den nur für das WC unterwegs und zum Hände waschen nutzte, dann reichen 1,5 Füllungen locker für 2 Wochen aus. Bedenkt dabei bitte, dies ist kein Trinkwasser. Zum Kaffee kochen oder sowas besorgt Euch bitte Trinkwasser in Flaschen.
  • 6. Das Control-Panel im Wohnmobil

    Die meisten RVs haben im Innenraum ein Control-Panel wo Ihr die Füllmengen der einzelnen Tanks ablesen könnt.
    • Propangas
    • Frischwasser
    • Grauwasser
    • Schwarzwasser
    Diese Anzeigen sind aber mit Vorsicht zu geniessen. Gerade die Schwarz- und Grauwasseranzeige können aufgrund von Verschmutzungen der Sensoren mal falsch sein. Ebenso kann Frost die Anzeige verfäschen weil Eiskristalle auf den Sensoren sitzen. Spätestens, wenn das Geschäft nicht mehr aus der Toilette verschwindet oder beim Hände waschen das Wasser im Becken bleibt ist Alarm angesagt. An dieser Stelle mal ein Link, den Ihr Euch auf Eurer Handy, Pad oder sonstwas speichern solltet: http://www.sanidumps.com Hier findet Ihr für den Fall der Fälle die nächste Dumpstation, das hat uns mal den Tag gerettet. Einige große Tankstellen bieten den Service an für eine geringe Gebühr seine Abwässer los zu werden. Zurück zum Control-Panel. Hier findet Ihr weiter den Schalter für die Warmwasserbereitung. Das sollte der erste Knopf sein, den Ihr morgens drückt, wenn ihr im RV duschen wollt. Es dauert so zwischen 15 und 20 Minuten bis das Warmwasser zur Benutzung in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Es reicht locker für 2 Personen zum Duschen, wenn man nicht gerade ein Endlosduscher ist. Über den Tag könnt Ihr das dann aber wieder ausschalten und nur bei Bedarf wieder in Betrieb nehmen, verbraucht sonst nur unnötig Propangas. Für den Stromgenerator findet Ihr einen weiteren Schalter am Control-Panel. Ihr könnt diesen hier Starten und Abschalten. Der Stromgenerator liefert Euch 110 Volt an die Bordsteckdosen, nett um unterwegs mal eben einen Kaffee zu kochen. Bedenkt aber bitte das Ihr für jede Betriebsstunde des Generators einen Beitrag zahlen müsst. Weiter beachtet bitte, das auf Campgrounds ohne Stromanschluss der Generator nicht die ganze Nacht laufen darf. Meisten ist der Betrieb in den Ruhezeiten zwischen 22:00 und 07:00 Uhr verboten.
  • 7. Die Einkaufslisten

    Hier mal unsere persönlichen Einkauflisten, welche nun auch die Erfahrung des ersten RV-Aufenthaltes berücksichtigen. Ihr bekommt die meisten Dinge in einem 2,5-stündigen Wal-Mart-Aufenthalt und einem weiteren 1-stündigem Stop bei der Supermarktkette am Tag später *seufz*. Utensilien:
    • Toilettenpapier (Speziell im Campingzubehör oder einfach im Wal-Mart die günstigste Sorte - wichtig ist es kein 5-lagiges Luxusflauschpapier zu nehmen, das zersetzt sich nicht. Hier ist das einfachste gut genug)
    • Toilettenchemie (Es gibt Flaschen mit Flüssigkeiten die Geruch verhindern und die "Masse" in dem Tank biologisch zersetzen. Ihr findet diese im Camping-Zubehör oder einfach im Shop auf dem Campground. Es gibt dieses Zeug auch in Tablettenform. Diese muss dann aufgelöst werden und danach durch die Toilette gespült werden - wir waren damit aber nicht so zufrieden.)
    • Klobürste (Yep, die wird gebraucht - im Gegensatz zu normalen amerikanischen Toiletten fehlt im RV der alles vernichtende Sog)
    • Geschirrspülmittel
    • Reinigungsmittel (Windex -Spruehzeugs - damit bekommt man alles sauber, wirklich alles. Wir haben damit sogar den Boden gewischt - Lupenrein!)
    • Küchenrolle (In Massen, wenn mal wieder eine Wasserflasche in der ersten Kurve...)
    • Kerzen (ohne sinnvollen Hintergrund, ist aber gemütlich)
    • Alu-Schalen (zum Grillen. Schont zum Einem das Grillrost und zum Anderen tropft Euch nix in die Kohlen)
    • Plastik-Schalen groß (praktisch um Dinge zu verstauen, Fleisch zum Grillen aufzutauen, usw.)
    • Plastik-Schalen klein mit Deckel (Wurst, Käse usw. im Kühlschrank lagern)
    • Mückenspray (wenn Ihr in einer Ecke mit viel von dem Getier seid)
    • Fliegenfänger (Hm, wir hatten einen schönen, grünen. Wir hatten auch Fliegen, nur leider nie an dem schönen, grünen Fliegenfänger...)
    • Schampoo
    • Duschgel
    • Zahnpasta
    • Deo
    • Seife
    • Spüllappen, Spülschwämme, Abtrockentücher
    • Alufolie (zum Herd abdecken)
    • Frischhaltefolie
    • Streichhoözer
    • Grill (kleiner Grill, gerne mit Abdeckung)
    • Grillkohle (getraenkt - Freunde die brennt mal so richtig. Denkt bitte an ausreichend Abstand zu den Nachbarn beim Anzünden - gerade bei Wind.)
    • ggf. Grillanzuender
    • Muelltüten (gross/klein)
    • Wachs- Papiertischdecke
    • Teller/Becher/Besteck (Bei uns alles aus Platik! Ich weiß, hier erklingt ein ökologischer Aufschrei in der Gemeinde. Aber, ich bin in den USA und ich habe Urlaub - also passe ich mich mit Freuden an die lokalen Gepflogenheiten an!)
    • Bettzeug (Es gibt so praktische Sets, da ist ein Kissenbezug, ein Steppdecke, ein Matrazenschoner und ein Spannbettlacken drinnen - gibt es auch als Zweierset)
    • Kopfkissen (Die sind in dem praktischen Set eine Zeile weiter oben nicht mit drinnen - wir hatten die einfachen für 6 Dollar vom Wall-Mart, die waren für 14 Tage völlig in Ordnung)
    • ggf. noch eine Wolldecke für kühlere Gegenden
    • Mülleimer (wenn nicht im RV)
    • Nudelsieb (wenn nicht im RV)
    • Sewer Hose (Abwasserschlauch wenn im RV defekt - Quittung aufheben in von der Verleihfirma am Ende erstatten lassen!)
    • Toaster (da hat es das Teil für 7 Dollar wunderbar getan)
    • Kaffeemaschine (Es gibt im Wal-Mart einen Typ, kostet etwa 20 Dollar, die benötigt keinen Filter bzw. dieser besteht aus einem Sieb welches man nach jedem Kochen einmal ausspülen kann. Sehr zu empfehlen!)
    • Handtuch oder Duschvorleger (eben als Duschvorleger)
    Lebendmittel (je nach belieben, hier mal unsere Liste):
    • Brot
    • Brötchen (*hüstel* das hatten wir wirklich beim ersten mal aufgeschrieben - viel Spaß beim Suchen!)
    • Butter (Wichtig: unsalted)
    • Käse
    • Wurst/Schinken
    • Milch
    • Wasser/Cola/MntDew (letzteres in Hektolitern)
    • Saft/Eistee
    • Eier
    • Kaffee (Pulver/Loeslichen)
    • Obst
    • Kartoffeln
    • Zwiebeln
    • Ketchup/Majo/Saussen (also Heinz-Ketchup - ersetzt das alles)
    • Grillfleisch (Tiefgefrorenes ist meist in praktisch in einzelne Portionen verpackt.)
    • Pfeffer/Salz/Paprika...
    • Zucker
    • Nutella (das Originale schmeckt aber anders wie hier, finde ich...)
    • Marmelade
    • Öl
    • Suppen
    • Mikrowellengericht (so als Notlösung für das spontane Hüngerchen)
    • Nudeln
    • Süsses/Plätzchen
    • kleine Wasserflaschen fuer Eisfach (dienen als Kälteakkus wenn der mal ausfallen sollte)
    • Trinkwasser (5-Liter-Kanister)
    Und hier noch die Mitnahmeliste - also die Teile die wir von zu Hause mit bringen:
    • Klammern fuer Rollen (hier reichen 2-3 Wäscheklammen um WC-Rollen oder Küchenrollen zu befestigen)
    • Schlitz-/Kreutzschlitzdreher/Zange (für kleinere Reparaturen)
    • USA-Reisestecker (Adapter)
    • Mehrfachsteckdose
    • 12V-Stecker/-Verteiler um mehrere 12V-Geräte zu betreiben
    • Ladegeräte (Telefon, Pad, Handy, Navi usw...)
    • Kabelbinder (Praktisch im mal schnell was fest zu machen)
    • Handtücher (die bringen wir lieber von zu Hause mit)
    • Taschenlampe (für Nachts, auf dem Campground)
    • Batterien für div. Geräte die man so dabei hat
    • Antirutschmatte (Ganz wichtig! Auf die Küchenzeile gelegt konnten wir sogar dort den Toaster und die Kaffeemaschine wärend der Fahrt stehen lassen.)
    • Saugnapfkleiderhaken (Also so ein Haken mit Gummipömpel um den Haken z.B. an einem Spiegel zu befestigen).

Stand: 14. September 2013

Thomas Jansen

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