USA Essen und Trinken

  • USA Tipps - Essen und Trinken
    Hier noch ein paar Tipps zum Überleben.
  • 1. Betreten eines Restaurants - wait here, you will be seated

    Wenn Ihr ein Restaurant in den USA betretet, so rennt bitte nicht zu einem freien Tisch. In 95% aller Restaurant werdet Ihr am Eingang in Empfang genommen und zu einem freien Tisch gebracht.  Sollte kein Tisch frei sein, so gibt es meist einen Wartebereich oder man bekommt einen "Piepser". Mit diesem kann man sich dann draußen aufhalten oder im benachbarten Shopping-Center die Zeit vertreiben. Wenn dann ein Tisch frei wird piepst und blinkt der Kasten sehr penetrant, so das auch wirklich jeder in der Shopping-Mall nun weiß, dass Du essen gehst. Ihr werdet dann zu einem Tisch geführt wo Ihr Euch niederlassen könnt. Meist kommt dann sehr schnell Euer Kellner / Eure Kellnerin und stellt sich meist mit Namen vor.
  • 2. Bestellung oder die Fragestunde vor dem Essen...

    Wer kennt das nicht aus unseren Restaurants: "Einmal die 27, mit etwas 18 aber ohne 12 dafür mit 39". Vergesst es. In den USA werden Namen genannt. So kann man siegessicher sein Steak bestellen: "The RibEye-Steak, please." Nun, damit nimmt aber die Fragestunde erst ihren Lauf: "English, Rare, Medium-Rare, Medium?" Und so geht das weiter, bis man durch die Beilagen und Salate in verschiedensten Variationen gefragt wurde. Ich lasse immer meine Frau zuerst bestellen, dann kann man den Fragerythmus der Bedienung bereits kennen lernen und dann schnell seine eigene Bestellung nachschieben: "The RibEye-Steak with fries and Ceasars-Salad with French-Dressing!" Schnell und schmerzlos.
  • 3. Bier in den USA - vergesst es...

    Vergesst es! Gibt es nicht! Basta! Allenfalls gibt es Kaltgetränke, gerne serviert in 1-2 Literkübeln mit Eiswürfeln drinnen, welche ganz entfernt Ähnlichkeit mit dem haben, was wir als Bier kennen. Natürlich steht es euch frei europäische Biere zu kaufen/trinken. In Restaurants gerne zum Fläschchenpreis von 9$ zu bekommen.

    Coce ist Coce und Pepsi ist Pepsi

    Wenn Ihr eine Coke bestellt kann es sehr wohl sein, das ihr gefragt werdet ob es auch eine Pepsi sein kann
  • 4. Fleisch - Gewichtsangaben - die Aufklärung!

    Wer zum ersten mal in den USA ein Steak bestellen möchte, oder die Dame Putenfleisch, steht vor der schier verwirrenden Gewichtsangabe oz in der Speisekarte. Nun, es handelt sich um die Maßangabe ounce (oz) wobei 1 oz etwa 28 gramm bedeutet. Somit ergibt sich folgende Umrechnungstabelle für Restaurantbesuche:
    • 5 oz = 140 g = Kinderportion
    • 7 oz = 196 g = Mädchenportion
    • 9 oz = 252 g = Joa, für zwischendurch ok - Standardmaß bei Geflügelgerichten
    • 12 oz = 363 g = genau Richtig für den Onkel
    • 15 oz = 420 g = ouha (siehe Restebox)
  • 5. Free Refill - das bodenlose Colaglas...

    Bei unserem ersten Restaurantbesuch 2009 waren wir mittelmäßig geschockt, das die sehr nette Bedienung uns immer die eindrittelvollen Gläser weg nahm und uns ungefragt neue hinstellte. Nun, so lernten wir den Begriff "Free Refill" kennen und schätzen. In den meisten Restaurants bekommt man nicht alkoholische Getränke und Eistee so viel man möchte und zahlt nur das erste Glas.
  • 6. Frühstück - zwischen Elend und Hochgenuß!

    Noch ein Thema, welches man mal ansprechen sollte. In hochpreisigen Hotels bekommt man meist ein wunderbares Frühstück mit allem was das Herz begehrt. In den Motelketten, wie wir in der Regel übernachten, gibt es oft kein Frühstück oder nur etwas, was man sich wirklich nur mit Not und Mühe antuen kann. Wer auf kaffeeähnliche Substanzen im Styroporbecher mit Umrührstrohalm gepaart mit einem knochentrockenen Muffin steht, wer Cornflakes aus Plastiktüten und auf kleine Burger mit Pappgeschmack steht, der ist da bestimmt glücklich bei. Wir nutzen diese Möglichkeit nur, wenn wir es morgens wirklich mal eilig haben. Uns zieht es sons mehr in die typischen Frühstücksrestaurant wie Denny's oder ihop (um nur zwei Beispiele zu nennen) wo man vom kleinen Toast mit Marmelade über Rühreiorgien bis zum Steak alles bekommen kann. Sehr gute Erfahrungen haben wir auch mit kleineren Frühstücksrestaurants gemacht, welche keiner Kette angehören. Hier ein Tipp: Je mehr Trucks vor der Türe parken, desto besser ist das Frühstück. Ein Hinweis noch - wenn man zum Frühstück Eier bestellt, so wird man den gewünschten Zustand beim servieren mit angeben müssen. Da gibt es so einige:
    • scrambled: Rührei
    • sunny side up: Spiegelei
    • over easy: Spiegelei - beidseitig gebraten - innen weicht - also medium ;-)
    • over hard: Spiegelei - beidseitig gebraten - innen hart
    • boiled: gekocht
  • 7. Nach dem Essen - raus hier!

    Es ist in den USA nicht üblich, nach dem Essen noch stundenlang am Tisch sitzen zu bleiben. Daher wird man nach dem Essen gefragt ob man noch ein Dessert haben möchte oder manchmal auch nach einem Kaffee. Und dann liegt, ratzfatz, die Rechnung auf dem Tisch. Meist mit den lieb gemeinten Worten "Zahlen Sie wann Sie möchten" - gemeint ist aber: "Mach den Tisch frei für die nächsten Gäste". Erwartet nun nicht mehr, noch was zu trinken zu bekommen oder noch was bestellen zu können. Steckt gefälligst Eure Kreditkarte oder die Kohle in das Mäpchen! Geld verdient wird nur mit neuen Gästen, das ist einfach so.
  • 8. Restaurant oder Fastfood?

    Für Freunde des gepflegten Fastfood sind die USA ein Traum. Egal ob BurgerKing, McDonalds, Wendys und wie sie alle heißen mögen - ihr findet sie so ziemlich an jeder Straßenecke. Natürlich gibt es auch unzählige Restaurants, wo man sehr gut Essen kann. Eine Warnung sei aber gegeben: Weiße Tischdecken + eingedeckter Tisch + fehlende Preise draußen an der Karte = sehr teuer! Eine gute Adresse sind eigentlich immer die großen Restaurantketten, hier mal ein paar Beispiele: Longhorn, Outback, Sizzler, Chillys... nur mal als Beispiele, es gibt noch zahlreiche gute Namen und Alternativen. Gerne gehen wir auch in kleine, lokale Restaurants welcher keiner Kette angehören. So findet man, gerade im Westen, immer tolle kleine Steakhäuser wo man sehr gut und preiswert essen kann.
  • 9. Restebox - mitnehmen ist normal!

    In den USA ist es durchaus üblich, ja sozusagen normal, das man seine nicht verspeisten Reste im Restaurant mit nach Hause nimmt. Deshalb werdet Ihr immer gefragt werden ob Euch die Reste eingepackt werden sollen. Naja, mich fragt da selten jemand nach, weil, welche Reste?
  • 10. Trinkgelder - sehr wichtig!

    Trinkgelder sind Pflicht. In der Regel gibt man folgende Prozentsätze auf die Rechnung:
    • 10% - Jo, ging so.
    • 15% - Das war gut.
    • 20% - Das war excelent.
    Denkt bitte daran, die meist netten Kellner oder Kellnerinnen bekommen nur ein minimales Grundgehalt. Die Leben also von den Trinkgeldern ihrer Gäste. Das erklärt auch warum die meist sehr nett sind. Wir haben auf unseren Reisen erst einmal kein Trinkgeld gegeben, da ist aber auch so einiges in die Hose gegangen. Das wäre dann fast schon wieder ein Trinkgeld für die Unterhaltung wert gewesen. In einigen touristischen Hochburgen (erlebt in: Orlando, Miami Beach) muss man damit rechnen, dass das Trinkgeld bereits auf der Rechnung mit berücksichtigt ist. Achtet einfach darauf ob da bereits ein Posten "Tip" mit einem Betrag auftraucht.

Stand: 14. September 2013

Thomas Jansen

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