USA Alltägliches

  • USA Tipps - Alltägliches
    Mit diesen Dingen wird man jeden Tag in den USA konfrontiert.
  • 1. Die Supermarktkasse - Verhaltenstipp!

    Bei unserem ersten Besuch eines großen Supermarktes habe ich den Drang gehabt meine Einkäufe selber in die Plastiktüten zu packen. Dies brachte mir einen "Einlauf" der sehr netten Kassierin ein, das sei ihr Job. Und so ist das auch. Die Einkäufe werden entweder von den Kassiererinnen oder den Packern in die Tüten gepackt. Diese erwarten dafür übrigens kein Trinkgeld.
  • 2. Höflichkeit - immer und überall!

    Es herrscht in den USA, in der Regel, ein sehr höflicher Umgang miteinander. Es wird sich auch ständig entschuldigt. Die häufigsten Worte sind daher "Excuse me". Im Zweifel entschuldigt Euch immer, zur Not auch Vorsorglich.
  • 3. Kleidung - Locker geht es zu!

    Kleidung wird völlig überbewertet! Nicht falsch verstehen - Kleidung in den USA ist ein Muß - ohne geht gar nicht in diesem etwas prüden Land. Aber die Zusammenstellung, der Stil oder sonstwas ist sowas von egal. Vor allem in der Freizeit gibt es da keine Tabus. Selbst im Casino in Las Vegas kann man getrost im Boxershort mit T-Shirt rein gehen. Die einzigen die sich dafür umdrehen sind Touristen aus anderen Ländern. Genau so kann man aber auch im Abendkleid und Smoking da auftauchen - ist auch egal. Lässigkeit ist cool und angesagt!
  • 4. Kreditkarte - ohne geht es nicht!

    Ohne Kreditkarte wird man bei einem USA-Urlaub ein Problem bekommen. Bei jedem Einchecken in ein Hotel oder beim Empfang des Leihwagens ist die Vorlage der Kreditkarte ein Muss. Auch wenn die Leistungen bereits bezahlt sind, aber die Karte dient sozusagen als Pfand für Schäden oder zusätzliche Leistungen welche man in Anspruch nimmt. Ein Zimmer bekommt man vielleicht noch ohne Kreditkarte - wir haben das noch nicht probiert, aber auf keinen Fall wird man Euch einen Leihwagen übergeben. Auch sonst kann man in den USA alles mit der Kreditkarte bezahlen. Egal ob es nun der Großeinkauf im Supermarkt ist oder die Flasche Cola im Disney-Park.
  • 5. Patriotimus - allgegenwärtig!

    Der Nationalstolz der Amerikaner auf ihr Land ist allgegenwärtig. Blickt einfach mal vom Hotelzimmer über die Stadt und zählt die USA-Fahnen die ihr sehen könnt. Sowas sieht man bei uns allenfalls während einer Fußball-WM. Auch die Nationalhymne wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit gespielt. Sei es vor dem Beginn eines Rodeos, vor einem Autorennen, vor einem Baseballmatch - also eigentlich vor jeder großen Veranstaltung. Wir haben sie 2010 sogar vor einer Show in SeaWorld gehört. Für uns Europäer, besonders uns Deutsche ist das teilweise ein wenig befremdlich aber wir finden das auch irgendwie schön. Ebenso stehen wir immer mit auf, alleine aus Respekt aber auch um nicht doof angeguckt zu werden. Noch ein Tipp: Solltet Ihr euch als Andenken eine USA-Flagge kaufen - so behandelt diese mit Respekt. Zum Beispiel berührt die Flagge in den USA niemals den Boden - das wäre eine Schande für die Nation. Achtet da ein wenig drauf sonst bekommt ihr schnell böse Blicke!
  • 6. Smalltalk - einfach unvermeidbar!

    Die Amerikaner lieben den Smalltalk. Egal wo ihr geht und steht - ihr habt ein Gespräch an der Backe (das ist jetzt nicht negativ gemeint). In der Warteschlange im Vergnügungspark, im Flugzeug vor der Toilette, in der Raucherecke vor dem Hotel, die Bedienung im Restaurant - egal, es wird geredet. Meist geht es dabei um belanglose Dinge wie Wetter oder die nächste Achterbahn. Meist merkt der Gesprächspartner, dass man selber nicht aus den USA kommt. Spätestens dann muss man erzählen das man aus Deutschland kommt. Macht mal aus Spaß eine Statistik wer von Euren Gesprächspartnern Freunde/Bekannte/Familie in Deutschland hat. Ich bin da etwa bei 80%... *grins* Macht Euch dabei nicht die Mühe genau zu erklären, wo Euer Kaff liegt wo ihr herkommt. "Near by Munich" oder "Near by Berlin" geht immer, auch wenn man wie ich aus dem Ruhrpott kommt. "Near Cologne" habe ich mir abgewöhnt, da dieses ja wiederum "Near Berlin" liegt. Wenn man die Dimensionen der USA kennt, dann passt das auch. Amüsant ist es immer, sich das Smalltalk-Verhalten übertragen auf Deutschland vorzustellen. Nehmen wir mal eine Schlange am Check-In-Schalters eines beliebigen Flughafens. Die Schlange besteht zu 75% aus wichtigen Geschäftsleuten in Einheitsanzügen und grellen Krawatten. Wenn man auf diese Schlange zugeht, werden einem schon Blicke zugeworfen die einem sagen "Geh weg, das ist meine Schlange!". Am Ende der Schlange angekommen quatscht man direkt seinen Vordermann an "Hey, wie geht es?". Antwort wäre wohl ein gemurmeltes "Lckmchamrsch". "Nun, mir geht es auch gut, wo geht es denn hin heute?". - An diesem Punkt hätte man wohl im Mikrokosmos der Schlange den Rang eines Schwätzers eingenommen und würde in der Schlangen-Community kein Bein mehr auf den Boden bekommen. Der komplette soziale Abstieg mit nur zwei Sätzen. Glaubt mir, das ist drüben ein klein wenig anders.
  • 7. Sprache / Dialekt - ja, gibt es!

    Habt Ihr in der Schule schön, feines Oxfort-Englisch gelernt? Fein, vergesst es wieder. Spätestens nach dem Euch ein Texaner voll getextet hat und ihr die ganze Zeit nur höflich genickt habt ohne auch nur ein Wort zu verstehen werdet ihr leise weinend zusammen brechen. Vergesst es. Labert einfach drauf los, grammatikalisch fast ans deutsche angelehnt und ihr werdet verstanden und es wird auch Euer Versuch geschätzt - und wenn es mal nicht reicht, mit Händen und Füßen geht immer. Weiter kann es Euch passieren, dass ihr auf Amerianer trefft, die zwar fliessend spanisch oder chinesisch sprechen aber kein Wort englisch. Versucht mal im tiefsten China-Town in San Francisco in einem Kiosk ein Eis zu bestellen. Viel Spaß dabei! Noch ein paar wichtige Tipps zur Sprache bzw. zu einigen Floskeln, welche man eigentlich immer braucht:
    • Auf "Thank you" wird "You are welcome" geantwortet
    • Toiletten heißen "restrooms" und nicht toilets
    • Urlaub heißt "vacation" und nicht "holiday" - letzteres ist ein Feiertag wie Weihnachten
    • Wenn man im Hotel nach einem freien Zimmer fragt, so fragt man nach einem "vacant room" - Die Frage nach einem "free room" - also einem kostenlosen Zimmer - wird einem meistens verneint
    • Cola ohne Eis bestellt man mit "No ice, please"
    • "I wolud like..." ist wesentlich höflicher als "I want..."
    • Wenn man sich in einem Geschäft nur umschauen will, so sagt man "I'm just browsing"
    • Awesome... alles in den USA ist immer awesome... eines der Lieblingsworte aller Amerikaner ;-)
    • Auf die Frage, wie man etwas findet mindesten mit "great" antworten... besser "excelent" oder einfach "awesome"...
  • 8. Steuern / Tax - immer drauf rechnen!

    Beachtet bitte, das bei allen augezeichneten Preisen in den USA noch die Steuern (Tax) oben drauf kommen. Egal ob im Supermarkt oder im Restaurant.
  • 9. Toiletten - Hochwasser ist normal!

    In unserem ersten USA-Urlaub dachten wir am Anfang immer, die Toiletten wären kaputt. Das Wasser stand fast bis zur Oberkante der Schüssel. Aber, das muss so sein! Fast alle Toiletten in den USA brauchen Hochwasser zum funktionieren. Dazu kommt noch eine weitere Tatsache - es gibt keine WC-Bürsten! Wir haben zumindest noch die eine gesehen. Wir haben die aber auch noch nicht vermisst, da durch das Hochwasser eigentlich immer alle "Arbeitsspuren" vernichtet werden bzw. gar nicht erst entstehen. Ein lecker Thema - oder?
  • 10. Trinkgelder - immer dran denken!

    Neben den Trinkgeldern in den Restaurants gibt man in den USA auch vielen anderen Menschen Trinkgeld, da diese davon leben. Der Kofferträger im Hotel bekommt 1$ pro Gepäckstück und dem Zimmermädchen legt man pro Nacht einen Dollar auf das Waschbecken.
  • 11. Wartelinien / Wartezonen - die unsichtbaren Mauern!

    Immer wieder trifft man in den USA auf Linien am Boden oder Schilder, welche einem zum Warten auffordern. Sei es am Airport bei der Einwanderung, im Vergnügungspark am Eingang zum Fahrgeschäft oder auch am Leihwagenschalter. Kein Amerikaner käme auf die Idee, ohne Aufforderung diese Grenze zu überschreiten - eher würden die da überwintern. Daher, wartet auf die Aufforderung bevor ihr einfach drauf los stürmt. In dem Zusammenhang, in den USA wird sich genau so artig in die Schlange gestellt wie bei unseren britischen Freunden.
  • 12. Wie begrüßt man sich?

    "How are you?" - Diese Floskel bekommt man bei jeder Begrüßung zu hören. Dies ist nun aber nicht die Aufforderung über Eure Bauchschmerzen und den morgendlichen Durchfall zu plaudern. Eure Antwort sollte stets "Fine, thank you" sein... auch wenn es Euch noch so dreckig geht. Ein angehängtes "and how are you" ist übrigens auch nicht unhöflich, muss aber nicht unbedingt sein.

Stand: 14. September 2013

Thomas Jansen

Reisender, Blogger, Facebooker, Twitterer, Slotter, Spotter, Internetterer... alles in einer Person.

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Ein Kommentar

  1. Ann-Bettina sagt:

    Hallo,
    Das sind ja ebenso amüsante wie nützliche Tipps. Die kann man sicher auch außerhalb des Urlaubs nutzen, um Amerikaner besser zu verstehen. Vielen Dank, dass Ihr Euer Wissen teilt.

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